‘Proletenprosa’

Here I am

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Aloha, Holá, Hallo, Hello, Guten Abend!

Da ich hier von Chris selbst und auch von meinem Partner in der Vertretungswoche – Sven vom Inselblog – angekündigt wurde werde ich mich jetzt erstmal kurz vorstellen.
Ich heiße Steffy, bin 26 Jahre alt und komme aus einem kleinen Örtchen in der Nähe von Aachen – an der holländischen Grenze. Genau aus diesem Grund bin ich wohl oft auch etwas überdreht, es besteht das Gerücht dass die Luft hier extrem THC-verseucht ist. :)
Wenn ich gerade nicht mit Zahlen spiele (arbeite als Buchhalterin) oder jammern im Garten liege (ich hasse die Hitze, gehts euch genauso?) dann gebe ich meinen Senf auf meiner eigenen Seite “Muhnies Welt” zum Besten. Meistens wird da aber nur gejammert – also hab ich nicht wirklich ne Ahnung warum Chris so scharf darauf war dass ich ihn hier eine Woche lang “vertrete”. Ach stimmt ja, die Frauenquote ;)
Ich bin mir noch nicht wirklich sicher was ich hier so vom Stapel lassen werde, da mein Blog schon echt anders ist als die Kleinstadtgedanken hier, aber wenn ihr wollt jammer ich euch auch gerne zu :p
Natürlich könnt ihr mir auch ein paar Vorschläge machen, Fragen stellen, um Fotos betteln (und es später bereuen :P ) – oder ihr lehnt euch einfach zurück und genießt die Show!

Ps.: Wie ihr sehen könnt steh ich total auf Smileys, sorry ;)

gepostet von Steffy am 12. Juli 2010 um 19:02

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Und wir kommen zu den Neuvorstellungen!

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Diese Woche hat sich nicht viel in den Charts getan, nur ein Neueinsteiger, Und somit ist er auch direkt der Neueinsteiger der Woche:

FASSBINDER!

total androgynes emo gedanken foto

Eigentlich als Johannes Gemürr bekannt konnte er mit seinem eigenen Blog schon deftige Erfolge feiern.
Keine schlechte Sache also, wenn es darum geht, die neue Kollaboration mit den Kleinstadtgedanklern mit Pauken und Trompeten zu beginnen.
Fassbinder selbst sagte in einem Interview:

“Ich denke das die Kollaboration mit den Machern des Kleinstadtgedankenblogs wirklich dicke Früchte tragen wird und das vor allem beide Partein großen Nutzen daraus ziehen werden.
Ich denke ich werde vor allem viel über Musik, Kunst und das Web reden. Wer mich kennt, der weis das Einseitigkeit nicht gerade meine Stärke ist, also wir werden sehen was kommt!”

Wir freuen uns also auf den ersten Eintrag des Neuzugangs und wünschen allen viel Erfolg!

Byebye! Eure Vicky! STAY TUNEED!

gepostet von Fassbinder am 18. September 2009 um 14:00

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Generation Praktikum / Erfahrungsberichte die Vierte (und Letzte)

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Es ist soweit! Nachdem ich heute meinen Teilnahmeschein in die Hand gedrückt bekam, kann ich nun offiziell feststellen: das Praktikum ist vorbei! Es war schön mit (fast) allen Beteiligten und die meisten von ihnen werden mir auch ein Stückchen fehlen.

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gepostet von Karl Prall am 30. März 2009 um 20:00

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Generation Praktikum / Erfahrungsberichte die Erste

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Seit gestern bin ich nun offiziell vereidigter Praktikant beim TLVwA in Weimar. Natürlich weiß jeder von euch, dass das Thüringer Landesverwaltungsamt gemeint ist, also muss ich das zum Glück nicht nochmal erwähnen.

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gepostet von Karl Prall am 11. März 2009 um 17:23

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Raus aus der Bude, rauf auf den Gaul!

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Hört, hört! Petrus war uns heute hold und ließ die Sonne vorsichtig im Leerlauf drehen!

Die daraus folgenden 8°C Außentemperatur und bestimmt ein oder zwei körperinterne, biochemische, durch Sonnenlicht ausgelöste Gutelaunevorgänge spornten mich dann zur ersten Radltour des neuen Jahres an. Also rauf auf mein leichtmetallenes Schlachtross mit komfortabler Vollfederung, die Nachbarin zum gemeinsamen Ausflug motiviert und schon ging die wilde Fahrt los. Erstaunlicherweise entdeckt man durch eine neue Begleitperson auch nach fast 3 Jahren neue Schleichwege in der direkten Nachbarschaft und hat ganz nebenbei auch noch reichlich Gesprächsstoff um sich das gemütliche herumtingeln zu versüßen. weiterlesen.. »

gepostet von Karl Prall am 7. Februar 2009 um 18:42

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Frohes Neues / Ein Reisebericht

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Untermalt von einem dezenten Trommelwirbel erhebt er sich wie der Phönix aus der Asche…
… Aber eigentlich ist es keine wirkliche Rückkehr eines Totgeglaubten. Ich muss zwar zugeben, dass le Cheffe, wie es nun mal seine Art zu sein scheint, bereits an meiner Integrität zu zweifeln begann, muss aber ebenso hinzufügen, dass dies zwar nachvollziehbar, aber dennoch vollkommen unbegründet war/ist. Wie ich bereits in einem 4-Augen-20-Finger-Gespräch mit ihm erwähnte, werde ich im kürzlich angebrochenen Jahre 2009 meine Posts regelmäßiger, nämlich im 2-Wochen-Takt abliefern. Dies schien mir ein annehmbarer Kompromiss zwischen meinem Privileg der freien Meinungsäußerung und dem Verlangen der Redaktion sowie der Menschheit nach Lesestoff.
Diesmal berichte ich dir wieder die Erfahrungen meines letzten Wochenendes, geprägt durch einen Besuch in der Hauptstadt, dem großen B.
Die Mittwochsrunde beschloss einen nahestehenden Freund anlässlich dessen Geburtstags in Berlin zu besuchen. Daher begaben wir uns am Freitag auf den langen Weg. Damit dieser nicht zu trocken werden konnte, vertrieben sich die Reisenden (bis auf den Fahrer) mit Kilometersaufen. Endlich angekommen, ging’s direkt zum nächsten Supermarkt und danach durfte auch ich mein erstes Bier genießen. Der Abend, der eigentlich mit einer Kneipentour verplant war, endete dann doch in einer kleinen aber feinen Zweiraumwohnung im Berliner Stadtteil Köpenick mit reichlich Spaß und einem kleinen Filmriss für mich.
Am Samstag erkundeten wir dann Oranienburg und ein Stückchen Berliner Innenstadt. Mal abgesehen davon, dass ich wieder einmal einfach nur begeistert von all den Möglichkeiten war, die sich nun mal in einer solchen Metropole bieten, bleibt es mir doch ein Rätsel, wie man es schafft mehr als nur einen kurzen, befristeten Aufenthalt in dieser unglaublich riesigen Stadt durchzustehen. Ich brauch halt einfach einen ruhigen Ort als Rückzugsmöglichkeit, an dem ich auch mal das Fenster öffnen kann ohne permanent den Eindruck bzw die Geräuschkulisse einer Großstadt zu haben.
Leider ging unser Wochenendplan mit all seinen Raffinessen und Extrawünschen in keinster Weise in Erfüllung, aber dennoch war es ein tolles Wochenende.
Den heutigen Abend, wohl der vorerst letzte Freitag ohne Herrn Althaus in der Nachbarschaft, werde ich in gemütlicher Runde vor einer hoffentlich schmackhaften Feuerzangenbowle und einem Fernseher mit dem gleichnamigen Film (dem guten von 1944 mit Heinz Rühmann) verbringen. Wie’s gelaufen ist, erfahrt ihr sicher auch wieder…

Hochachtungsvoll,
Karl Prall.

gepostet von Karl Prall am 16. Januar 2009 um 17:03

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Lass uns feiern, Mann!

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Die Tage werden kürzer und der eine oder andere entstaubt schon wieder fröhlich seine Herbstdepressionen, weil die ja so gut zu den Wintersocken und Omis selbstgehäkeltem Pullover passen. Wann, wenn nicht zum ersten Kälteeinbruch, könnte es auch noch naheliegender sein, sich im warmen Kämmerlein zu verkriechen und sich selbst zu zelebrieren? Meine Ideen sind begrenzt.

Doch es geht auch anders. Ganz im Sinne des adoleszenten Sturm und Dranges rufe ich laut zum Gegenangriff auf! Mein Wochenende begann am Freitag in einer überschaubaren weil fünfköpfigen Herrenrunde mit einem mittelgroßen Schnitzel und einer Biersäule in unserer Mitte. Während es dank der großzügigen Küchenfee bei einem Schnitzel blieb, musste die Säule noch vor der Nahrungsaufnahme aufgefüllt werden. Während also der Füllstand langsam aber stetig wieder in Richtung Augenhöhe sank, stieg die Stimmung und die knurrenden Mägen verstummten. Nach einer Weile kam ich mit meinem Tischnachbarn ins Gespräch. Er war zu Besuch in unserer schönen Wahlheimat und saß nun mit seinen 2 Söhnen, dem guten Richard und mir an einem Tisch und schien sich durchaus wohl zu fühlen. Irgendwann wurde seine Stimme ernst und er gestand mir seine Beschäftigung als Hüter des Gesetzes. Wer mich kennt, der weiß, dass Polizisten nicht gerade meine tiefste Zuneigung genießen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich dafür nie einen ernst zu nehmenden Anlass gehabt hätte, nein, sie sind mir einfach unheimlich. Jedenfalls wurde mir diese Information schon lange vor diesem Abend zuteil und er schien fast erleichtert, dass ich nicht in paranoides Schweigen verfiel. Im Laufe der Nacht folgten dann noch so einige Kurze und Blonde auf dem heimischen Balkon und Gesprächsthemen von A bis Z und wieder zurück. Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Freude bereiten kann tiefgründige Diskussionen über Napoleon, Weltpolitik, Technik und unsere eigentlich ziemlich ähnlichen Berufsalltage zu führen. Seine Söhne und Richard können es sich bis heute nicht vorstellen aber das war für uns „subsidiär“.

Nachdem ich dann nun die erste Nacht des Wochenendes überstanden hatte, folgte gestern Abend eine kleine Kneipentour durch unsere illustre Thekenlandschaft. Der Startschuss fiel in einem gemütlichen Fachwerkhaus bei Weizen und Korn zu studentenfreundlichen Tarifen. Nach zwei Runden verabschiedeten wir uns von unserer Kellnerin mit großzügigen Trinkgeldern und zogen nach einer kurzen Begegnung mit einem Bauzaun in eine noble Cocktailbar ein. Wem das bunte und tropisch getrimmte Flair nicht schon beim Betreten der Örtlichkeit auffiel, der bekam spätestens beim Blick auf die Preise mittelschwere Hitzewallungen. Auf den ersten Schock einen Tequila! Bestellt, geleckt, geschluckt, gebissen… Und dann das einstimmige Urteil: einer reicht. Die Cocktails glänzten dafür sowohl mit Geschmack als auch Gehalt und sorgten dann doch für ein gutes Preis-Leistungs-Empfinden. Die letzte Bar auf unserem Ausflug glänzte dann durch gutbürgerlichen Stil und gediegenes Ambiente. Also zurück zum Weizen und, weil das Trauma inzwischen schon abgeklungen war, eine neue Runde Tequila. Den anschließenden Besuch im Stripclub muss ich ja beim Thema Kneipentour nicht näher beschreiben.
So habe ich also an nur zwei Tagen einen sehr angenehmen Zeitgenossen kennen gelernt, den ich mit Sicherheit im Schneidersitz auf dem Sofa sitzend in Erinnerung behalten werde, die örtliche Gastronomie beehrt und somit ein Stück den Wirtschaftsmotor angetrieben und zudem wieder einige wertvolle Momente mit Freunden verbracht. Wer da noch Zeit für Herbstdepressionen finden könnte, der täte dies wohl mit Absicht.

In diesem Sinne, Leute geht raus, mobilisiert eure Freunde und macht euch eure gute Laune selbst!

Hochachtungsvoll,
Karl Prall

gepostet von Karl Prall am 23. November 2008 um 21:22

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Die Lage ist zwar aussichtslos, aber zum Glück noch nicht ernst.

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Beflügelt vom Rotwein schenke ich dem geneigten Leser meiner Zeilen wieder einmal einen kleinen Einblick in das Innere meiner Hirnschale. Soeben sah ich die aktuelle Folge von „Dexter“, einer überaus interessanten Serie auf einem – mit Verlaub – sonst höchstens zweitklassigen Privatsender unserer ach-so-tollen, deutschen Medienlandschaft. Dass eben jene Serie aus Übersee stammt und auf einer Welle von Kriminalproduktionen mit schwimmt, beschert ihrem Unterhaltungswert aber überraschenderweise keinerlei Abbruch. Nein, Dexter ist anders. Dexter ist neu. Abseits von all den üblichen Bösewichten, die ihr täglich Brot mit allerlei Schurkereien verdienen, glänzt Dexter mit Köpfchen und Moral. Doch genug der Lobgesänge auf diesen fiktiven Charakter, darum geht es mir jetzt nicht.
Meine Bewunderung gilt dem Macher hinter dem Drehbuch. Oder sollte sie zumindest. Schließlich kenne ich den guten Mann (oder die gute Frau?) nicht persönlich und kann somit nicht abschließend festhalten, ob eben jene mysteriöse Person tatsächlich und bewusst tiefgründige Gedanken in ihre Arbeit einfließen lässt, oder ob es sich dabei schlichtweg um Effekthascherei mit hübschen Phrasen und vermeintlich überwältigenden Pseudo-Weisheiten handelt.

Wie dem auch sei, heute führte mich Dexter’s innerer Monolog dazu in den Spiegel zu schauen. Seiner Meinung nach, hat beinahe jeder von uns ein mehr oder minder dunkles Kapitel in seiner Vergangenheit, welches er um jeden Preis im Dunkeln bewahren möchte. Nun habe ich zwar nicht die sprichwörtlichen Leichen im Keller und auch ansonsten nicht mehr auf dem Kerbholz als der durchschnittliche Student, jedoch gibt es auch in meiner Vergangenheit den einen oder anderen Tag, den selbst ich fast schon vergessen bzw. gar verdrängt habe.

Einsicht ist der beste Weg zur Besserung. Das wäre also schon mal geschafft. Doch wie geht’s weiter? Was einmal getan wurde, kann in der Regel schlecht ungeschehen gemacht werden. Doch bleibt es dabei? Was geschieht, wenn mich die eine oder andere Jugendsünde in Zukunft einholt? Wie unangenehm es sein kann, wenn man ihr unerwartet auf der Straße begegnet, dürfte sich der eine oder andere mit Sicherheit lebhaft vorstellen können. Doch ich spreche nicht notwendigerweise von der einen, die man mal auf irgendeiner Party kennen gelernt hat, eigentlich recht unsympathisch, aber in den frühen Morgenstunden plötzlich doch sehr anziehend fand. Verglichen mit einigen Fauxpas ist dies wohl eher ein kleineres Übel und zieht in der Regel nicht mehr als einen verschämten Blick oder eventuell – je nach Persönlichkeit – sogar ein böses Wort in aller Öffentlichkeit nach sich.

Aber was wird aus den größeren Schandtaten des pubertären Hormonschocks? Gesetzesübertretungen verjähren in der Regel nach einiger Zeit (Tötungsdelikte mal ausgenommen. Wie bereits erwähnt, habe ich eben KEINE Leiche im Keller.) und stellen somit zumindest von offizieller Seite her keine Bedrohung mehr dar. Doch was kann schlimmer sein als ein durch staatlichen Hoheitsakt verhängte Strafe? Viele Straftäter stehen dem Gericht bis zum Schuldspruch und der Verkündung des Strafmaßes überraschend kaltschnäuzig gegenüber. Beobachtet man aber eben jene Delinquenten in einer Verhandlungspause oder nachdem die Verhandlung geschlossen wurde, stellt man überrascht fest, dass diese vermeintlich skrupellosen Schurken oftmals wie ein kleines verstörtes Schulkind in den Armen ihrer Mutti versinken. Das richtet sich jetzt nicht gegen die Muttis dieser Welt, sondern soll an dieser Stelle ausschließlich als Beispiel dafür dienen, dass eine Strafe – egal von welchem Gericht dieser Welt sie auch ausgesprochen werden mag – bedingungslos unabhängig davon ist, was unsere Mitmenschen von uns denken. Und unter diesen Mitmenschen gibt es eben nicht nur die Mütter, die beinahe alles verzeihen zu können scheinen, sondern auch solche, die eben keine Entschuldigung zulassen. Holt uns nun unsere Vergangenheit ein, dürfte eine offizielle Sanktionierung unter Umständen unser geringstes Problem sein. Was denken Freunde? Verwandte? Kollegen? Vielleicht sogar der Chef? Es ist beängstigend, auf wie vielen Wegen uns unsere Vergangenheit schaden kann. Aber wie lässt sich das Schlimmste vermeiden? Gar nicht. Das mag zwar hart klingen, dürfte aber produktiver sein als die Rosarote Brille und der naive Glaube daran, dass am Ende doch sowieso immer alles Gut enden muss.

Ein Patentrezept mit seinen Sünden umzugehen, vermag auch ich nicht zu bieten. Ich weiß nur, dass ich im Ernstfall einige gute und schlüssige Erklärungen benötige um mein Handeln zumindest nachvollziehbar zu machen. Dass ich Verständnis oder gar Vergebung nicht zu erwarten habe, dessen bin ich mir bewusst und werde mich hüten auch nur darauf zu hoffen. Ebenso wenig werde ich versuchen all meine Lasten loszuwerden, indem ich sie aufarbeite. Würde ich alte Wunden wieder aufreißen, würde es den Betroffenen mit Sicherheit nicht ohne Umschweife eine Besserung bescheren. Ob es mir selbst helfen würde meine Schuld abzulegen sei ebenso dahin gestellt. Mir bleibt also nur die Erhaltung des status quo und der unbedingte Wille mich stetig zu verbessern. Ich kann nur meine Lehren aus der Vergangenheit ziehen und mit aller Kraft daran arbeiten, dass in 10 Jahren mein Repertoire an düsteren Kapiteln immer noch auf dem heutigen Stand sein wird.

Die Lage ist zwar aussichtslos, aber zum Glück noch nicht ernst.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ich empfehle mich und verbleibe mit unschuldigem Gruße.

Karl Prall

gepostet von Karl Prall am 3. November 2008 um 22:56

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Überraschung!

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Der Chef denkt, heut sei ein besonderes Datum und deshalb würde ich wieder etwas geistreiches von mir geben. Der Reformationstag ist aber nicht mal ein bundesweiter Feiertag. Also: Nix da!

Na Chef, überrascht? ;)

gepostet von Karl Prall am 31. Oktober 2008 um 20:06

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Welch betörender Auftakt einer Karriere

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Wie ich da hier so zwischen mittelgroßen Bergen von Fachzeitschriften, Lehrbüchern, Kommentaren und Gesetzestexten sitze, schweifen meine Gedanken des Öfteren von dannen und mein Blick richtet sich leer auf das große Unterwäscheplakat an meiner Wand. Die vielen Unterschriften und Grüße meiner Freunde füllen so langsam den weißen Hintergrund rund um “Tiffany” herum. Sie hüpft gerade und schaut ich erstaunt über die Schulter, während ihre blonden Locken herumwedeln. Sie ist ein wenig zu groß, was ihrer Ausstrahlung aber keinen Abbruch bringt.  Tiffany war ein Weihnachtsgeschenk einer sehr guten Freundin, weil sie meinte ich bräuchte mal wieder eine nette Frau an meiner Seite. Und mit Tiffy sollte ich mich wohl wieder daran gewöhnen, länger als nur ein paar Stunden mit ein und derselben Frau zu verbringen.

Doch gerade da liegt der Hund begraben. Tiffany sieht zwar gut aus – wie so einige echte Frauen auch – doch ist sie vollkommen anders. Sie ist unkompliziert und nie launisch. Ich muss mir nicht dauernd etwas aus den Fingern saugen um sie zu unterhalten. Sie freut sich gleichermaßen über Stille und Lärm. Sie verstrickt mich nicht in heimtückische Wortspielereien. Oh die Wortspielereien! Die muss man doch einfach lieben. Frau stellt vollkommen unverfängliche Fragen wie “Findest du mich hübsch?”. Man(n) will seine Liebste nur beruhigen und kramt die peotischten und liebevollsten Vokabeln aus den hintersten Ecken seines Hirns hervor und bekommt dafür natürlich nichts als ehrlichsten Dank und Liebe. Denkste. Auf solche Fragen GIBT es einfach KEINE RICHTIGE Antwort. Am besten man ergibt sich gleich, schnappt sich sein Kopfkissen und legt sich auf’s Sofa.

Mit Tiffany hab ich das noch nie erlebt. Wir lagen allerdings auch noch nie in einem Bett. Und gesprochen hat sie mit mir eigentlich auch noch nie. Das ist wahrscheinlich auch gut so. Am Ende ist sie auch genau so! Frauen sind doch schließlich auch alle gleich. Und überhaupt, und so…

Fragst du dich auch gerade, warum ich mir das Ganze eigentlich antue? Kennst du die Antwort auch schon?

Es macht verdammtnochma einfach Spaß. So einfach ist das tatsächlich! Gegensätze ziehen sich an und in einigen Fällen danach sogar auch noch aus. Eine Frau wie Tiffany – ohne Allüren und Schattenseiten – ist zwar unglaublich pflegeleicht und vielleicht auch irgendwo zu finden, doch ich habe mich gefragt, ob sich die Suche auch lohnt. Tut sie nicht. Is’ so, kannste glauben. Diese Frau wäre am Ende so interessant wie Brot. Klar, man beißt gern ma rein, wenn man Hunger hat, aber man isst auch weitaus öfter auswärts. Ich hab schon vor einiger Zeit begonnen umzudenken. Ich hab aufgehört, nach der perfekten Frau zu suchen.

Ich suche einfach nur noch die Frau, die mir völlig konträr ist und mit der ich trotzdem harmoniere. Also nichts mehr mit gleichen Vorlieben und Hobbies. Keine gleichen Studiengänge oder sonstige Parallelen. Mein Entschluss steht – die Feldversuche laufen.

Ich für meinen Teil geh jetzt Mittagessen. Mit einer Medizinerin.

Hochachtungsvoll,

Karl Prall

gepostet von Karl Prall am 3. Oktober 2008 um 11:44

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