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Generation Praktikum / Erfahrungsberichte die Vierte (und Letzte)

Es ist soweit! Nachdem ich heute meinen Teilnahmeschein in die Hand gedrückt bekam, kann ich nun offiziell feststellen: das Praktikum ist vorbei! Es war schön mit (fast) allen Beteiligten und die meisten von ihnen werden mir auch ein Stückchen fehlen.

Die letzte (blogfreie) Woche Verbrachten wir zuerst in unserem gewohnten Kämmerlein mit einem uns bereits bekannten Fall. Dieser lag nun schon seit längerem zur Bearbeitung bereit und wurde durch einen fleißigen Adressaten auch in regelmäßigen Abständen um die eine oder andere Klage, den darauffolgenden Beschluss und wiederholte Widersprüche ausgedehnt. Durchaus nachvollziehbar, dass in so einem Fall keiner wirklich Motiviert ist da mal eine Entscheidung zu fällen. Zumal permanent noch andere ausstehen und die Aussicht auf Beständigkeit erfahrungsgemäß verschwindend gering ist. Daher hatten meine liebreizende Kollegin und ich das zweifelhafte Vergnügen, die gesamte Akte in einen Sachverhalt zu packen. Das würde ja schließlich immerhin die Übersichtlichkeit steigern und eventuell dazu führen, dass sich der Kram dann doch mal wieder jemandem aufschwatzen lässt. Kurzum: Wir wühlten uns durch und waren erfolgreich! Soviel Bewegung war sicher seit Wochen nicht mehr in der Sache…

Dienstag folgte dann eine Denkmalschutzführung durch den gesamten Komplex des LVwA inklusive Geschichtsaufarbeitung und einer Einführung in vergangene und moderne Architektur. Zu unserer Überraschung endete dieser Exkurs auch nicht am ersten Bauzaun (ca. die Hälfte des gesamten Komplexes befindet sich durch Renovierung/Restauration/Modernisierung im Bau), sondern führte uns mitten in die dunkelsten Katakomben des 2ten Kellergeschosses, „geheime“ Verbindungstunnel zwischen den einzelnen Gebäuden und auch vorbei an etlichen Bauarbeitern. Diesen netten Herren sah man im Übrigen genau an, dass unsere Führerin (*hihi*) ihnen schon des Öfteren die Leviten gelesen haben muss. Schließlich soll der Bau ja auch „historisch angemessen“ aussehen, wenn er mal fertig werden sollte. Da gehört sich’s halt nicht zum Beispiel auf die Natursteintürrahmen weiße Deckfarbe zu Pinseln…

Unser letzter Ausflug ins Bau- und Denkmalschutzrecht führte uns in die Randbereiche des Ilmparks und die Weimarer Altstadt. Da Petrus uns nicht ganz so hold war, und wir mit einer außergewöhnlichen Auffassungsgabe sowie immensem Charme ausgestattet sind, lud uns Herr K. (ein sehr sympathischer und aufgeschlossener Kerl) auf ein koffeinhaltiges Heißgetränk ein. Nebenbei führte uns dazugehörige Gespräch dann über regionale Sehenswürdigkeiten Deutschlands (jeder der Beteiligten hat seinen Ursprung in einer anderen Ecke) weiter zu Krankenversicherungen und Studienerlebnissen. Wie gesagt, sehr sympathisch und aufgeschlossen!

Das war nun ein 3wöchiges Praktikum im Zeitraffer. Ich hoffe es war für den Leser wenigstens im Ansatz vergleichbar unterhaltsam, spannend und aufschlussreich wie für mich.

Ich bedanke mich recht herzlich für die mir geschenkte Aufmerksamkeit.

Hochachtungsvoll,

Karl Prall

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