ORB – Pestdoktor

Schaut man sich die aktuelle Medienlandschaft an, vermisst man Statements diverser reichweiten starker Künstler. Das sollte sich endlich ändern. Natürlich gibt es Artists, die jede Gelegenheit nutzen, ihre Haltung zu zeigen und Stellung zu beziehen. Daumen hoch für diese.

ORB bringt diesen Umstand sehr gelungen in seinem Track Pestdoktor auf den Punkt. Beat und Message harmonieren wunderbar und mit seinem Vier-Minuten-Track hat es ORB auf meine geheime Liste „Beste Tracks aller Zeiten“ geschafft. Seine Videos haben meiner Meinung nach viel zu wenig Plays. Das sollte sich auch schleunigst ändern.

Seine aktuelle EP „Kein Kokolores“ bekommt ihr auf Bandcamp als Free Download.

Manchmal helfen Schellen – Audio88 und Yassin

Mit ihrem neusten Track treffen Audio88 und Yassin meinen Nerv. Schon das im März erschienene Album „Normaler Samt“ der beiden Rapper läuft bei mir hoch und runter und hat deutschsprachigen Rap für mich erst wieder so richtig interessant gemacht.

Der Track „Schellen“, produziert von KevBeats, fertigt in seinen vier Minuten die aktuelle Stimmung und Hetze in Deutschland ab und bringt in seiner Hook auf den Punkt, was ich mir in letzter Zeit öfter denke: „Manchmal helfen Schellen“

„”Aber ich bin doch kein Nazi, nur weil ich sage, dass…”
Doch genau das bist du und außerdem ein Spast!
Die Begründung dafür liegt schon alleine in dem Satz
Den man grundsätzlich nur beginnt, wenn man was Dummes sagt“

„Manchmal helfen Schellen“ klingt wie ein Geheimrezept, welches man in so mancher Facebook Diskussion anwenden möchte, aber es aufgrund der guten Erziehung doch dabei belässt, weiter mit Fakten gegen Hetzer vorzugehen.

Audio88 und Yassin sind aktuell auch auf der „Normaler Samt“ Tour. Alle Infos zu Terminen und Tickets findet ihr auf Krasserstoff.

via motor.de

Sponsored: Sind Fahrschulen bald überflüssig?

Der Grund warum mich das Thema Autofahren beschäftigt, habe ich hier schon mal erwähnt. Das erste Jahr als Autofahrer ist fast rum und mittlerweile haben die Liebste und ich schon reichlich Kilometer hinter uns gebracht. Entweder mit einem Auto von teilAuto oder einem Mietwagen.

Letztere sind oftmals etwas komfortabler. Haben mehr Schnickschnack an Bord. Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir für den Urlaub wieder einen dieser Mietwagen. Tolles Fahrzeug mit Rückfahrkamera und Tempomat aber leider ohne genügend Platz. Vor allem der Tempomat hat es mir während der An- und Abreise angetan. Eine geniale Erfindung, solange alle Autofahrer einen im Auto haben. Wenn nicht, kann es das Nervigste während einer Autofahrt sein.

Autonomes Fahren: Google macht’s vor

Aber das könnte sich in Zukunft ändern. Techniken wie  automatische Distanzregelung gibt es heute schon aber einige Hersteller gehen noch einen Schritt weiter: Autonome Fahrzeuge. Ihr habt sicher schon von dem „Google Ei“ gehört. Die selbstständig fahrenden Autos von Google sehen zwar witzig aus, sind aber aktuell auf einen beeindruckenden Stand.

Google ist so weit mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, dass ihre Prototypen wissen, wann sie bremsen muss und ab wann wieder beschleunigt werden kann. Es wird kein Lenkrad mehr benötigt. Kein Gas- oder Bremspedal. Selbst bei Rot über die Ampel fahrende Radfahrer werden erkannt. Auch andere Gefahren und Hindernisse erkennen die Google Fahrzeuge. Dieser Umstand ermöglicht es, dass sogar blinde Menschen mehr eigenständige Mobilität in ihrem Leben erfahren dürfen. Wenn die Zukunft des Autofahrens so aussieht, braucht man dann noch klassische Fahrschulen?

Und wir werden wieder wie einst als Kinder in Autos sitzen – und können dann wieder wild am Lenkrad drehen. Wie auf dem Karussel einst wird das das Automobil, in dem wir sitzen, nicht die Bohne interessieren. Dann doch lieber zurücklehnen – und in Ruhe seinen Kaffee trinken. (Zitat aus „Die automobile Entmündigung“ zu lesen auf Defanzy)

Vielleicht brauchen wir keine Fahrschulen mehr, die uns das Autofahren beibringen. Die zukünftigen Fahrlehrer bringen uns bei, wie man die selbstfahrenden Fahrzeuge konfiguriert und was man in der Fahrzeit alles machen kann. Fahrunterricht wird keine 20 Stunden mehr dauern. In einer Woche ist man durch.  Praktische Prüfungen sind überflüssig. Es reicht einfach nur, da gewesen zu sein und die Theorie des Autofahrens zu verstehen.

Sieht so die Zukunft aus?

Vielleicht sieht die Zukunft so aus. Aber das wird noch einige Jahre dauern. Aktuell ist nicht damit zu rechnen, dass autonomes Fahren in den nächsten Jahren erschwinglich sein wird.

Was sagt ihr dazu? Wäre das was für euch? Sollten nur noch selbstfahrende Autos auf den Straßen unterwegs sein oder wollt ihr selbst entscheiden, ob ihr selber fahren oder gefahren werden wollt?

Titelbild und Artikelinspiration in Kooperation mit Defanzy.

Die Gefahren der isländischen Straßen

Da ich meinem Schwager aktuell dabei helfe, online Fuß zu fassen, kommt mir grad viel isländischer Kram unter die Finger. Nicht weil mein Schwager von der sagenumwobenen Insel stammt, sondern weil er einen Isländisch Sprachkurs in Dresden oder auch Online via Skype gibt.

Bei all den Recherchen kam mir das folgende Video in die Finger. In diesem wird erklärt, wie man auf isländischen Straßen fahren sollte. Und das erklärt nicht irgendwer. Die Rolle des „Erklärbärs“ übernimmt Elfis: Ein echter isländischer Elf.

 

Von Instawalks und Burgern

Dass ich ein Faible für Events habe, bei denen man die Online- und Offline-Welt verknüpft, hatte ich schon mal im Bezug auf Tweetups hier im Blog erwähnt. Sei es für Kulturthemen wie das Graffiti-Tweetup zum Jubiläum der Graffiti-Crew „Bandits“, einem Museums-Tweetup oder nur um mal die Gesichter hinter den Accounts kennenzulernen.

Instawalk Dresden

So ergab es sich auch, dass ich mich vor etwas mehr als einem Jahr mit Gesine, mittlerweile eine Kollegin von mir, über das Thema Instawalks unterhalten hatte. Wir entschieden uns, dass Thema, was anscheinend an Dresden mal wieder vorbeiziehen wollte, in die Stadt zu holen. Gestern fand nun der sechste Instawalk in Dresden statt. Eine Rückblick findet ihr im Magazin von Stadtrundfahrt.com. Die Bilder der einzelnen Spaziergänge werden auch alle auf unserem Tumblr festgehalten. Auf Instagram findet ihr sie unter „#instawalkDD„.

Danke an Gesine für die tolle Zusammenarbeit. Auf die nächsten Instawalks.

Blog’n’Burger Dresden

Ein weiteres Event, was anscheinend in Dresden bisher niemanden interessiert hatte, heißt Blog’n’Burger. In Berlin entstanden und mittlerweile über die Republik verteilt. Außerdem gibt es auch noch internationale Ableger. Beim Blog’n’Burger treffen sich Blogger, Ex-Blogger, Noch-Nicht-Blogger um sich kennenzulernen, auszutauschen und auch mal fachzusimplen. Dazu gibt’s dann immer den ein oder anderen Burger. Natürlich gibt es auch Blogger, die keine Lust auf Vernetzung haben, aber der Großteil der TeilnehmerInnen begrüßt die Abwechslung und den Austausch.

Wo wir bisher waren und wo es beim nächsten Mal hingeht, steht auf der Blog’n’Burger Seite. Den TeilnehmerInnen steht es natürlich frei darüber zu berichten. So hat zum Beispiel Power Powl über unseren Besuch im Dampfschwein geschrieben. In seinem Blog findet sich auch noch ein Artikel zum Instawalk #4.

Natürlich organisiere ich das Ganze wieder nicht allein. An meiner Seite steht Chris von URBANchaotism, der hoffentlich bald mal wieder bloggt ;).

Warum das alles?

Ich bin davon überzeugt, dass soziale Netzwerke nicht nur im Digitalen funktionieren. Daher habe ich mir zum inoffiziellen Ziel gesetzt, die Nutzer der einzelnen Plattformen, die ich so nutze, auch mal im Real Life kennenzulernen. Sei es nun durch ein Meetup in großer Runde oder durch ein Treffen zum Bier und Plausch. Durch solche Aktionen habe ich viele spannende Menschen treffen dürfen und freu mich auf weitere Begegnungen.

Außerdem würde Online ohne Offline nicht funktionieren.

Trash Cat

Manche Katzenbesitzer kennen das Phänomen: Die Katze schmeißt Gegenstände ohne erkennbaren Grund von der Tischplatte oder ähnliches. Evi macht das zum Glück nicht bewusst. Oftmals stößt die Grazie mit ihrem Hinterteil gegen diverse Deko-Elemente und wirft sie so um. Vielleicht steckt dahinter irgendein fieser Plan.

Kelsey Goldych hat einen animierten Kurzfilm gefertigt, der das Thema aufgreift. Sehr gelungen.

via Gilly

Duncan Meerding

Dass es in Tasmanien nicht nur kleine gefräßige Beuteltiere gibt, ist bestimmt einigen bewusst. Mit Duncan Meerding hat der australische Teilstaat auch noch einen sehr talentierten Designer auf der Insel.

Cracked Log Lamps by Duncan Meerding

Trotz seiner Erblindung designt Duncan vor allem Möbel und Lampen. Besonders Letztere haben es mir sehr angetan. Für seine Arbeiten nutzt Duncan Meerding vor allem Holz und orientiert sich dabei stark an der Natur. Was die Designstücke gleich wärmer erscheinen lässt. Sollte ich irgendwann das Kleingeld und den Platz dafür haben, stelle ich mir die „Holzklotz“ Lampen in den Garten oder die Wohnung.

Duncan-Meerding-Lampen-Foto-John Dalles

Für die Beleuchtung der Holzstämme werden LED eingesetzt, die wunderbar durch die Spalten schimmern.

Duncan-Meerding-Lampen-Foto-John-Dallas2

Klasse Arbeiten, oder?

Ihr findet Duncan und seine Arbeiten auch auf Facebook, Instagram und Twitter.

This Land was our Land von Indecline

Ein verlassenes Militärgelände im Nirgendwo. Rund herum nur Wüste. Und mittendrin das vermutlich größte Graffiti der Welt. Geschaffen von der Indecline Crew. 9000 Quadratmeter Landebahn wurden zuerst gereinigt und im Anschluss gefärbt. Das Ganze war natürlich keine spontane Aktion.

Nicht genug, dass die Koordination der Geschichte sehr beeindruckend ist, kommt noch ein tiefsinnigeres Statement der Crew dazu:

When Woody Guthrie penned “This Land is Our Land” in February of Nineteen Forty, the frontier still felt freshly settled and, despite the recent Depression, there was still a prevailing sense of national optimism. Which led us right into the Second Great War, the Atomic Bomb, the Cold War, national paranoia and Red-baiting, the eventual rise of the Corporate State in patriotic opposition to Communism, and finally, as a result of rampant overconsumption, our latest existential crisis of species: Global Warming. We thought, in lieu of all this, that Woody might be due for an update, so we found a decommissioned 3000-by-65-foot runway from an old World War II bomb-testing site, got together a few of our buddies, and made a monument to our rather precarious times.

This Land Was Our Land—both literally, in the sense that acres of remote desert were used up and discarded by our government in order to improve our ability to drop bombs on people in far off lands (who constitute a threat just because they peddle a different set of ideals than us;) and also figuratively, as in we as a species are presently embroiled in the constantly accelerating process of using up and discarding this planet as a whole.

It was ours, and it easily could be ours again. The only thing that needs to change is that we take responsibility for it.

Fight on, Indecline.

Geile Sache das. Gefilmt wurde die Aktion von der Crew selbst und produziert von dem Regisseur Ryen McPherson. Manche Zeitrafferaufnahme erinnert mich stark an Breaking Bad. Liegt vermutlich an der Wüste und den Wolken.

via kfmw

Lightbrush Graffiti von Florian Krause

Die ersten Versuche mittels Lichtspielerein Bilder zu machen, hatte ich hier mal dokumentiert. Florian Krause ist da schon weiter. Der Lightpainting/Foto Künstler aus Wiesbaden hebt mittels Langzeitbelichtung und Taschenlampe Graffitis auf seinen Fotos hervor. Was bei der Produktion der Fotos für Außenstehende skurill wirkt, bekommt am Ende einen unglaublichen Charme. Lightbrush Graffiti, so nennt Florian Krause die interessante Fototechnik, versetzt auch ohne Bildbearbeitung Fotos und die darauf zusehenden Wandbilder ins richtige Licht.

5 minutes mit Florian Krause

Für ARTE Creatives „5 minutes“ hat ilovegraffiti.de und das Team von Red Tower Films einen 5 minütiges Filmchen produziert, welches Florian Krause bei der Arbeit zeigt. Das Ganze gibt’s dann ab April zu sehen. Einen Teaser, um euch einen Eindruck zu vermitteln, gibt es jetzt schon zu begutachten.

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Klick auf das Bild startet den Teaser.

Eine verdammt coole Idee dieses Lightbrush Graffiti. Wenn ich an meine Versuche des Lightpaintings zurückdenke, dann stelle ich mir es ziemlich schwierig vor, ein Bild so zu bearbeiten, dass es den Vorstellung am Ende entspricht. Der Künstler hat zwar Erfahrung, schließlich hat er 2009 mit der Technik begonnen aber dennoch spielt Geschwindigkeit und Lichtintensität eine wichtige Rolle. Spannede Sache.

via Red Tower Films

Colors United

Durch alle Medien geistert aktuell ein Thema: PEGIDA. Ich habe in meinem Jahresrückblick schon kurz angedeutet was ich davon halte.

Ich bin erfreut, dass der Großteil der „GIDA“-Ableger ausserhalb Dresdens gehörigen Gegenwind zu spüren bekommen. Warum das in Dresden nicht richtig funktioniert, ist mir ein Rätsel. Ich weiß vor diesem stehe ich nicht alleine. Es gibt das Bündnis „Dresden für alle“ welches jede Woche zu Gegenaktionen aufruft. Und es gibt noch Dresden Nazifrei. Im Vergleich zu dem ehemals größten Naziaufmarsches Europas zum 13. Februar, fällt es gegen die PEGIDA Bewegung schwer zu mobilisieren. Zumindest gibt es soweit ich mitbekommen haben noch keine bundesweite Mobilisierung.

Auch das Spike Dresden macht sich seine Gedanken zu diesem Thema. Auf die typische Art des Jugendtreffs wird die Debatte aufgegriffen: Graffiti. Das Spike Dresden ist zu einem zentralen Anlaufpunkt in Dresden geworden, wenn es um die Subkultur rund um HipHop geht. Es werden Graffiti-Jams und Rapabende veranstaltet. Auch Workshops werden angeboten, damit vor allem junge Dresdner mit der Subkultur früh in Berührung kommen und somit ihre Horizonte erweitern.

Mit dem Graffiti-Projekt „Colors United“ setzt das Spike und vor allem die ansässige Graffitiszene auf ihre Art und Weise ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit.

„Ein friedliches Miteinander kann nur funktionieren, wenn es von allen Beteiligten auch gelebt wird. Die Graffitiszene hat schon immer von einem interkulturellen Austausch profitiert. Wenn nun die Stimmen für eine einheitliche graue Gesellschaft lauter werden, sollten wir uns gemeinsam mit Farbe für eine bunte und heterogene Gemeinschaft engagieren.
Damit sich alle Menschen willkommen fühlen können, müssen wir ihnen dieses Gefühl auch vermitteln. Bilder sagen mehr als tausend Worte“.
Dieses Signal kam aus der Graffitiszene und wurde kurz vor Weihnachten im Projekt COLORS UNITED mit Unterstützung von SPIKE Dresden umgesetzt.